Der Verein Standpunkt.Schanze e.V. kümmert sich um die Organisation eines neuen Stadtteilbeirates für die Sternschanze. Und Ihr könnt mitmachen!
Bis vor kurzem gab es in der Schanze einen Sanierungsbeirat als Schnittstelle zwischen den Bewohnern des Viertels, der Politik und der Verwaltung des Bezirks Altona. Dieser soll nun durch einen sogenannten Stadtteilbeirat abgelöst werden, ein unabhängiges Gremium, das Entwicklungen im Stadtteil diskutiert und Hinweise auf Probleme gibt. Durch seine Empfehlungen kann er aktiv auf Politik und Verwaltung einwirken und so den Bewohnern der Schanze eine Stimme verleihen. Diskutiert werden alle Themen, von Autoverkehr bis Zomia.
Für den Beirat sucht der Verein Standpunkt.Schanze e.V. Euch: Bewohner/innen, im Viertel aktive Vereine, Initiativen, ehrenamtlich Tätige, Beschäftigte, Gewerbetreibende und Grundeigentümer/innen – denn niemand kennt das Viertel besser, als die Menschen, die das Viertel ausmachen und dort wohnen.
Der Beirat hat insgesamt 15 Mitglieder und 15 Vertreter/innen. Alle zwei Jahre wird neu gewählt. Die Sitzungen finden öffentlich alle 1 – 2 Monate mittwochs ab 19 Uhr statt. Hier kann sich übrigens jeder einbringen, informieren und mitreden.
Bewerben könnt Ihr Euch unter www.standpunktschanze.de/beirat2013
Am 20. Februar werden die Beiratsmitglieder und deren Stellvertreter öffentlich im Jesus Center, Schulterblatt 63, ausgelost. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.
Ja, sie ist es. Die “Neue” von American Apparel! Diesmal ist es kein abgemagertes Häschen in Omis alter Klamotte sondern eine flotte Brünette im Bademantel. Oder soll das etwa ein sogenanntes “Must have” der Frühlingskollektion sein?
Naja, wenn das der neue Style für die kommenden Monate sein soll, trägt bald niemand mehr was “drunter”. Denn die American Apparel Dame ist nackt.
So soll das sein. Das passt in die Schanze. Vielen Dank liebes AA-Marketing Team.
Christoph Dannenberg, Singer/Songwriter und selbsternannter Hardcore-Romantiker aus Hamburg, besingt das Leben in all seinen Farben und Facetten. In seinem ersten Video “In Augen und Händen” geht es darum, sein Glück in der Gemeinschaft zu finden. Als Schauplatz wählte Dannenberg das Stadtdomizil Altenpflege-Zentrum in der Lippmannstraße – im Herzen des Schanzenviertels.
“Mir kam gleich die Idee, etwas mit völlig unterschiedlichen Menschen zu machen und ihr Leben in der Gemeinschaft zu zeigen. Den Gegensatz zwischen Jung und Alt fand ich dabei besonders spannend.”
Mit seinem Video nimmt Dannenberg jetzt beim QTom Newcomer Musikcontest “DU-GROSS-RAUS” teil. Bis zum 9. Februar könnt ihr täglich (für ihn) abstimmen!
Sie verstecken sich in Hauseingängen, an Straßenecken, auf Regenrohren und auf Straßenschildern. Die meisten entdeckt man erst, wenn man genauer hinschaut. Doch was für die einen nur sinnloses “Geschmiere” oder gar Vandalismus ist, bedeutet für andere eine ganz besondere Art sich auszudrücken.
“Sternschanze Hamburg – Leben im Viertel” hat die Augen offen gehalten und Liebeserklärungen, viel FC St. Pauli und jede Menge Systemkritik gefunden.
Der zweite Teil der Serie “Streetart im Schanzenviertel” enthält die schönsten und skurrilsten Kunstwerke aus der Schanzenstraße, der Lerchenstraße, der Stresemannstraße und der Eifflerstraße.
Paulina Drosdalski studiert “Medien und Musik” an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Im Rahmen eines Studienprojektes hat sich die “Wahl-Hamburgerin” aus dem “Hannoverschen Exil” mit dem Schanzenviertel auseinandergesetzt. Im Filmbeitrag “Die Schanze im Wandel” spricht die Nachwuchsjournalistin mit Holger Dabelstein, dem Inhaber des Dabelstein Zooladens auf dem Schulterblatt und einigen Anwohnern über das Leben auf der Schanze und die stetig fortschreitende Gentrifizierung. “Sternschanze Hamburg – Leben im Viertel” hat die 25-Jährige bei den Aufnahmen begleitet.
Paulina, du bezeichnest dich als “Wahl-Hamburgerin”, lebst aber derzeit im “Hannoverschen Exil”. Wie ist es dazu gekommen?
Ich habe mein Studentenleben während meines Bachelorstudiums in Wien wohl hier und da etwas zu sehr ausgekostet… Konsequenz war, dass mein NC 2010 nicht ganz reichte, um mich in Hamburg an der Uni zu bewerben. Aber jetzt studiere ich “Medien und Musik” in Hannover und muss sagen, dass das Studium inhaltlich echt gut und sehr praxisnah ist. Trotzdem zieht es mich einfach immer wieder zurück nach Hamburg, weil ich hier viele liebe Freunde und einen tollen Job habe. Außerdem ist die Stadt traumhaft schön und bietet jede Menge Abwechslung.
Du hast ja in Hamburg schon einige Umzüge mitgemacht und daher auch viele Viertel kennengelernt. Wo hat es dir denn am besten gefallen?
Ich habe des Öfteren in Eimsbüttel gewohnt, immer in der Nähe der Osterstraße. Da mochte ich die Seitenstraßen mit ihren kleinen Boutiquen und Lädchen total gerne. Aber mein WG-Zimmer an der Sternbrücke letztes Jahr war unschlagbar. Immer wenn die Bahn vorbei fuhr konnte ich zwar mein eigenes Wort nicht mehr verstehen, aber dafür waren Waagenbau, Fundbureau und Astra Stube direkt um die Ecke. Außerdem mag ich einfach die Leute und das Lebensgefühl, das die Schanze vermittelt. Schade ist nur, dass durch die Gentrifizierung immer mehr von dem zerstört wird, was den Stadtteil ausmacht.
Hast du dich deswegen entschieden, einen kurzen Filmbeitrag über die Schanze zu drehen?
Natürlich waren meine Hamburg-Verbundenheit und die Sympathie für das Viertel wesentliche Faktoren. Auch wenn ich weiß, dass das Thema schon oft aufgegriffen wurde, ist es immer noch aktuell und es lag mir am Herzen, mich noch mal persönlich damit auseinanderzusetzen.
Dein Master-Studium ist bald zu Ende. Geht es dann zurück nach Hamburg?
Schon in meinem Abiartikel stand damals im ersten Satz, dass ich eines Tages nach Hamburg ziehen werde. Leider ist mir das bis jetzt nicht besonders gut gelungen… Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es nach dem Master klappen könnte. Ich bin jedoch, wie alle anderen auch, an die Jobmöglichkeiten gebunden. Trotzdem will ich es auf jeden Fall versuchen!
Also eigentlich hatte ich gehofft, dass mein Freund bis dahin Multimillionär ist und wir ein Schloss direkt an der Alster beziehen… Nein… Quatsch!
Natürlich zieht es mich zurück ins Schanzenviertel, aber nicht um jeden Preis. Sollte ich es wirklich nach Hamburg schaffen, könnte ich mich auch mit Altona oder Eimsbüttel gut anfreunden.
Vielen Dank Paulina!
Filmbeitrag: “Die Schanze im Wandel”, entstanden im Rahmen des M.A. Studienganges “Medien und Musik” an der Hochschule für Musik, Theater und Medien
(by Paulina Drosdalski).
Der Soziologe Andreas Hieronymus wohnt seit über 25 Jahren mitten im Schanzenviertel, zwischen Schlachthof und neuem Pferdemarkt. Im Interview mit Hans-Jürgen Fink vom Hamburger Abendblatt erzählt der Leiter des Instituts für Migrations- und Rassismusforschung von seiner Familie, Integration in Hamburg, Mischsprache und den Veränderungen in der Schanze:
Am frühen Samstagabend hat sich endlich jemand erbarmt und das werbewirksam platzierte Poster der Bekleidungsfirma American Apparel in mühsamer Handarbeit entfernt.
Gut so – jetzt werden wir nicht länger von der blassen Schönheit mit den roten Lippen und der Klamotte aus Omas Kleiderschrank belästigt…
Vielen Dank an den Freileger des deutlich schöneren Graffitis!
Hauswand an der Sternschanzenbrücke im Schanzenviertel
Das Schanzenviertel ist berühmt für seine Kreativkultur – egal ob Musiker, Maler, Werber oder (Über)”Lebens”-Künstler. Doch es gibt noch mehr von ihnen: Sie arbeiten mit Plakaten, bunten Fliesen, Post-Aufklebern, Sprühdosen und Schablonen – und kommen bei Nacht und Nebel, mit Mörtelmasse, Kleister und Kleber.
“Sternschanze Hamburg – Leben im Viertel” hat sich auf die Suche nach den skurrilsten, schönsten und verrücktesten Streetart-Artefakten gemacht. Die Kunstwerke findet ihr in der Susannenstraße, auf dem Schulterblatt, der Eifflerstraße und der Rosenhofstraße.
Wer einen Tipp für die nächste Streetart-Tour hat, ist herzlich eingeladen zu kommentieren oder zu mailen an sternschanzehamburg@hotmail.de
Spieluhren, Kuscheltiere, Geduldspiele – all das ist bald passé! Der Spielzeugladen in der Susannenstraße macht nach über 28 Jahren dicht. Am 29. Februar öffnet Inhaberin Erika Kumutat das letzte Mal ihre Türen.
Im Gespräch mit Hanna-Lotte Mikuteit vom Hamburger Abendblatt erzählt Kumutat von Spielsachen, den vielen Generationen von Schanzen-Kindern und der Zukunft ihrer Geschäftsräume.
Auf diesem Blog stehen die Menschen, die im Hamburger Schanzenviertel leben und arbeiten im Mittelpunkt. Und die Frage, was die Schanze eigentlich (noch) zu einem so lebens- und liebenswerten Ort macht. Denn: "Die Menschen, nicht die Häuser, machen die Stadt."