St. Pauli Kirche öffnet die Tore für afrikanische Flüchtlinge

Als im Juni plötzlich 80 westafrikanische Flüchtlinge an die Türen der Hamburger
St. Pauli Kirche klopfen, zögert Pastor Sieghard Wilm nicht lange: Er gewährt ihnen  Unterschlupf – eine Lösung auf Zeit.

Ein Beitrag von Paulina Drosdalski

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Der Dschungel muss bleiben!

Via Facebook erreichte uns heute eine wirklich traurige Nachricht. Der Dschungel in der Schanzenstraße wird offensichtlich in nicht all zu ferner Zukunft seine Türen schließen müssen. Damit geht eine der letzten Institutionen des Viertels – und viel mehr noch, eine Stammkneipe, ein Zuhause.

Wer das nicht akzeptieren will, geht am Sonnabend (15.6.) auf die Straße – genauer gesagt in die Schanzenstraße/ Ecke Ludwigstraße – zur Kundgebung gegen Zwangsräumungen mit Betroffenen und Aktivist/innen aus Berlin und Hamburg!

Lieber Dschungel, wir geben dich nicht so einfach auf!

Mehr Infos hier: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=586267518071398&set=a.102061476492007.4850.100000644651973&type=1&theater

Und hier: https://www.facebook.com/events/494697757270520/

Und hier: http://www.neues-deutschland.de/artikel/824123.platz-nehmen-in-der-stadt-fuer-alle.html

Und hier: http://www.linkezeitung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=16118:hamburg-zwangsraeumung-verhindern-ohne-anmeldung&catid=18&Itemid=32

Weitersagen, teilen, auf die Straße gehen!

 

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Engagement gefragt – Neuer Beirat fürs Schanzenviertel

SchanzenviertelDer Verein Standpunkt.Schanze e.V. kümmert sich um die Organisation eines neuen Stadtteilbeirates für die Sternschanze. Und Ihr könnt mitmachen!

Bis vor kurzem gab es in der Schanze einen Sanierungsbeirat als Schnittstelle zwischen den Bewohnern des Viertels, der Politik und der Verwaltung des Bezirks Altona. Dieser soll nun durch einen sogenannten Stadtteilbeirat abgelöst werden, ein unabhängiges Gremium, das Entwicklungen im Stadtteil diskutiert und Hinweise auf Probleme gibt. Durch seine Empfehlungen kann er aktiv auf Politik und Verwaltung einwirken und so den Bewohnern der Schanze eine Stimme verleihen. Diskutiert werden alle Themen, von Autoverkehr bis Zomia.

Für den Beirat sucht der Verein Standpunkt.Schanze e.V. Euch: Bewohner/innen, im Viertel aktive Vereine, Initiativen, ehrenamtlich Tätige, Beschäftigte, Gewerbetreibende und Grundeigentümer/innen – denn niemand kennt das Viertel besser, als die Menschen, die das Viertel ausmachen und dort wohnen.

Der Beirat hat insgesamt 15 Mitglieder und 15 Vertreter/innen. Alle zwei Jahre wird neu gewählt. Die Sitzungen finden öffentlich alle 1 – 2 Monate mittwochs ab 19 Uhr statt. Hier kann sich übrigens jeder einbringen, informieren und mitreden.

Bewerben könnt Ihr Euch unter www.standpunktschanze.de/beirat2013
Am 20. Februar werden die Beiratsmitglieder und deren Stellvertreter öffentlich im Jesus Center, Schulterblatt 63, ausgelost. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Weitere Infos findet Ihr unter www.standpunktschanze.de

Macht mit – engagiert Euch, für Euer Viertel, für Euer Zuhause!

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Da ist sie wieder: Die American Apparel bitch!

Da kommt Freude auf!

Ja, sie ist es. Die “Neue” von American Apparel! Diesmal ist es kein abgemagertes Häschen in Omis alter Klamotte sondern eine flotte Brünette im Bademantel. Oder soll das etwa ein sogenanntes “Must have” der Frühlingskollektion sein?

Naja, wenn das der neue Style für die kommenden Monate sein soll, trägt bald niemand mehr was “drunter”. Denn die American Apparel Dame ist nackt.

So soll das sein. Das passt in die Schanze. Vielen Dank liebes AA-Marketing Team.

Ähm…. NOT!

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Musikcontest: Dannenberg – “In Augen und Händen”

Photo @Miguel Murrieta

Christoph Dannenberg, Singer/Songwriter und selbsternannter Hardcore-Romantiker aus Hamburg, besingt das Leben in all seinen Farben und Facetten. In seinem ersten Video “In Augen und Händen” geht es darum, sein Glück in der Gemeinschaft zu finden. Als Schauplatz wählte Dannenberg das Stadtdomizil Altenpflege-Zentrum in der Lippmannstraße – im Herzen des Schanzenviertels.

“Mir kam gleich die Idee, etwas mit völlig unterschiedlichen Menschen zu machen und ihr Leben in der Gemeinschaft zu zeigen. Den Gegensatz zwischen Jung und Alt fand ich dabei besonders spannend.”

Mit seinem Video nimmt Dannenberg jetzt beim QTom Newcomer Musikcontest “DU-GROSS-RAUS” teil. Bis zum 9. Februar könnt ihr täglich (für ihn) abstimmen!

Hier geht’s zum Voting

Dannenberg – “In Augen und Händen”:

Stimmen aus dem Stadtdomizil: Das Making Of zu “In Augen und Händen”:

Wer neugierig geworden ist, findet auf www.dannenberg-musik.de, auf MySpace und im YouTube Channel weitere Infos über den charmanten Hamburger mit der sanften Stimme.

Und schonmal ein Termin zum Vormerken:
Am 1. Mai spielt Dannenberg beim kürzesten Konzert der Welt – dem Musik Quickie!

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Streetart im Schanzenviertel – Teil II

Sie verstecken sich in Hauseingängen, an Straßenecken, auf Regenrohren und auf Straßenschildern. Die meisten entdeckt man erst, wenn man genauer hinschaut. Doch was für die einen nur sinnloses “Geschmiere” oder gar Vandalismus ist, bedeutet für andere eine ganz besondere Art sich auszudrücken.

“Sternschanze Hamburg – Leben im Viertel” hat die Augen offen gehalten und Liebeserklärungen, viel FC St. Pauli und jede Menge Systemkritik gefunden.

Der zweite Teil der Serie “Streetart im Schanzenviertel” enthält die schönsten und skurrilsten Kunstwerke aus der Schanzenstraße, der Lerchenstraße, der Stresemannstraße und der Eifflerstraße.

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Filmbeitrag: “Die Schanze im Wandel”

Paulina, 25

Paulina Drosdalski studiert “Medien und Musik” an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Im Rahmen eines Studienprojektes hat sich die “Wahl-Hamburgerin” aus dem “Hannoverschen Exil” mit dem Schanzenviertel auseinandergesetzt. Im Filmbeitrag “Die Schanze im Wandel” spricht die Nachwuchsjournalistin mit Holger Dabelstein, dem Inhaber des Dabelstein Zooladens auf dem Schulterblatt und einigen Anwohnern über das Leben auf der Schanze und die stetig fortschreitende Gentrifizierung. “Sternschanze Hamburg – Leben im Viertel” hat die 25-Jährige bei den Aufnahmen begleitet.

Paulina, du bezeichnest dich als “Wahl-Hamburgerin”, lebst aber derzeit im “Hannoverschen Exil”. Wie ist es dazu gekommen?

Ich habe mein Studentenleben während meines Bachelorstudiums in Wien wohl hier und da etwas zu sehr ausgekostet… Konsequenz war, dass mein NC 2010 nicht ganz reichte, um mich in Hamburg an der Uni zu bewerben. Aber jetzt studiere ich “Medien und Musik” in Hannover und muss sagen, dass das Studium inhaltlich echt gut und sehr praxisnah ist. Trotzdem zieht es mich einfach immer wieder zurück nach Hamburg, weil ich hier viele liebe Freunde und einen tollen Job habe. Außerdem ist die Stadt traumhaft schön und bietet jede Menge Abwechslung.

Du hast ja in Hamburg schon einige Umzüge mitgemacht und daher auch viele Viertel kennengelernt. Wo hat es dir denn am besten gefallen?

Ich habe des Öfteren in Eimsbüttel gewohnt, immer in der Nähe der Osterstraße. Da mochte ich die Seitenstraßen mit ihren kleinen Boutiquen und Lädchen total gerne. Aber mein WG-Zimmer an der Sternbrücke letztes Jahr war unschlagbar. Immer wenn die Bahn vorbei fuhr konnte ich zwar mein eigenes Wort nicht mehr verstehen, aber dafür waren Waagenbau, Fundbureau und Astra Stube direkt um die Ecke. Außerdem mag ich einfach die Leute und das Lebensgefühl, das die Schanze vermittelt. Schade ist nur, dass durch die Gentrifizierung immer mehr von dem zerstört wird, was den Stadtteil ausmacht.

Hast du dich deswegen entschieden, einen kurzen Filmbeitrag über die Schanze zu drehen?

Natürlich waren meine Hamburg-Verbundenheit und die Sympathie für das Viertel wesentliche Faktoren. Auch wenn ich weiß, dass das Thema schon oft aufgegriffen wurde, ist es immer noch aktuell und es lag mir am Herzen, mich noch mal persönlich damit auseinanderzusetzen.

Dein Master-Studium ist bald zu Ende. Geht es dann zurück nach Hamburg?

Schon in meinem Abiartikel stand damals im ersten Satz, dass ich eines Tages nach Hamburg ziehen werde. Leider ist mir das bis jetzt nicht besonders gut gelungen… Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es nach dem Master klappen könnte. Ich bin jedoch, wie alle anderen auch, an die Jobmöglichkeiten gebunden. Trotzdem will ich es auf jeden Fall versuchen!

Und? Wirst du dich in die Schlacht um bezahlbaren Wohnraum im Schanzenviertel einreihen?

Also eigentlich hatte ich gehofft, dass mein Freund bis dahin Multimillionär ist und wir ein Schloss direkt an der Alster beziehen… Nein… Quatsch!
Natürlich zieht es mich zurück ins Schanzenviertel, aber nicht um jeden Preis. Sollte ich es wirklich nach Hamburg schaffen, könnte ich mich auch mit Altona oder Eimsbüttel gut anfreunden.

Vielen Dank Paulina!

Filmbeitrag: “Die Schanze im Wandel”, entstanden im Rahmen des M.A. Studienganges “Medien und Musik” an der Hochschule für Musik, Theater und Medien
(by Paulina Drosdalski).


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Sternschanze Hamburg – Rundgang durchs Viertel

Eine Slideshow für Schanzen-Liebhaber, Neuankömmlinge, Dagebliebene und Weggezogene!

 

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Andreas Hieronymus: “Die früher ausbalancierte Mischung kippt.”

Der Soziologe Andreas Hieronymus wohnt seit über 25 Jahren mitten im Schanzenviertel, zwischen Schlachthof und neuem Pferdemarkt. Im Interview mit Hans-Jürgen Fink vom Hamburger Abendblatt erzählt der Leiter des Instituts für Migrations- und Rassismusforschung von seiner Familie, Integration in Hamburg, Mischsprache und den Veränderungen in der Schanze:

“Was früher ein Arbeiterviertel war mit Studenten, wird zum Mittelschichtwohngebiet; die Sanierungen vertreiben zum Beispiel die Migranten, aber auch andere Menschen kommen hier nicht mehr vor – schräge Vögel, wie sie auf St. Pauli traditionell zu Hause waren. Die früher ausbalancierte Mischung kippt.”

Zum Artikel

Andreas Hieronymus in der Beckstraße. Foto @ Marcelo Hernandez, Hamburger Abendblatt

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Das American Apparel-Plakat ist weg – ENDLICH!

Am frühen Samstagabend hat sich endlich jemand erbarmt und das werbewirksam platzierte Poster der Bekleidungsfirma American Apparel in mühsamer Handarbeit entfernt.

Gut so – jetzt werden wir nicht länger von der blassen Schönheit mit den roten Lippen und der Klamotte aus Omas Kleiderschrank belästigt…

Vielen Dank an den Freileger des deutlich schöneren Graffitis!

Hauswand an der Sternschanzenbrücke im Schanzenviertel

 

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